
Diesmal mit dem Schwerpunktthema politische Bildung in der Jugendarbeit mit einem spannenden Input von: Jun.-Professorin Dr.in Yağmur Mengilli, mit dem Thema:
„Chillen, Fortnite, öffentlicher Raum – Alltagspraktiken als Ankerpunkte politischer Bildung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit“
„Politische Bildung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit orientiert sich meist an institutionellen Vorgaben, normativ-pädagogischen Zielsetzungen oder standardisierten Beteiligungsformaten. Im
Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeitstagung steht ein erweitertes Verständnis politischer Bildung, das nicht primär auf die Vermittlung normativer Inhalte zielt, sondern auf kollektives Erleben, Aushandeln und Reflektieren alltäglicher Prozesse mit ihrem partizipativen Potenzial. Dabei ist es zentral, an den tatsächlichen Lebenswelten und Interessen junger Menschen anzuknüpfen. Alltagspraktiken wie etwa das Chillen oder Abhängen im öffentlichen Raum können als Formen von
Aneignung, Abgrenzung oder Vergemeinschaftung interpretiert werden. Werden diese nicht als defizitär oder unpolitisch bewertet, sondern als bedeutungsvoll anerkannt, eröffnen sie Zugänge zu politischer Bildungsarbeit. Ziel dieses Zugangs ist es, sich mit der eigenen Rolle als Fachkräfte im Sinne von Beobachtenden, Mitgestaltenden und Dialogpartner:innen auseinanderzusetzen und die oft eigensinnigen Ausdrucksformen von Jugendlichen nicht lediglich zu tolerieren, sondern als Ausgangspunkte politischer Bildungsprozesse ernst zu nehmen und pädagogisch fruchtbar zu machen – vor Ort und im Alltag.“
Teilnahmebeitrag: 20€, inkl. Verpflegung, standardmäßig vegetarisch
